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Sonntag, 05. Februar 2012

Strassenverkehrsordnung soll durchgesetzt werden

Seit dem 1. August sollen sich die Verkehrsteilnehmer in Bangkok an die Verkehrsvorschriften halten. Fussgänger dürfen Strassen nur noch auf Brücken und Zebrastreifen überqueren, Autofahrer müssen vor Zebrastreifen halten.

In Bangkok soll es 600 Fussgängerbrücken und Tausende von Zebrastreifen geben, aber viele Fussgänger überqueren die Strassen dort, wo es ihnen beliebt. Der Grund ist ganz einfach: Es ist zu heiss, die teilweise wackligen Brücken zu benutzen, und die Autofahrer denken nicht im Traum daran, vor einem Zebrastreifen zu halten.

Am 1. August begann eine Kampagne, die die Strassen sicherer machen soll. Bereits existierende Gesetze sollen angewandt werden.

Fussgänger, die meinen, eine Strasse an einer beliebigen Stelle überqueren zu müssen – nicht aber auf einer Brücke, an einer Ampel oder auf einem Zebrastreifen – werden ab sofort mit einer Geldbusse von 200 Baht zur Kasse gebeten. Auto- und Motorradfahrer, die nicht vor einem Zebrastreifen halten, müssen 1000 Baht Strafe zahlen.

Bei den Bangkokern herrscht Verwirrung über „Wenn, dann…“-Regeln. So befinden sich viele Zebrastreifen unter Fussgängerbrücken. In diesem Fall soll aber die Brücke benutzt werden, nicht der Zebrastreifen.

Die Polizei ist zuversichtlich, die Verkehrsteilnehmer auf längere Sicht zu erziehen, damit sie endlich die Gesetze beachten.

Chatinai Navabhume, Chef der Baubehörde der Bangkoker Stadtverwaltung (BMA), gab zu, daß die Fussgängerbrücken nur eine Notlösung und wenig komfortabel seien. Man könne keine perfekten Brücken bauen, weil zu wenig Platz da sei. Die Brücken seien nicht „kundenfreundlich“, insbesondere, was ältere Menschen und Behinderte anginge.

Hinzu komme, daß die Brücken schlecht beleuchtet seien, über ihnen würden oft nicht isolierte Kabel hängen. Die Leute würden nur untern Brücken benutzen, den sie hätten Angst vor Überfällen oder tödlichen Stromschlägen.

02.09.2009 17:35 Alter: 2 Jahre