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Sonntag, 05. Februar 2012

Strandgebiet in Phuket angeblich zu 90% in ausländischen Händen

Dass sich die Strandgebiete von Phuket angeblich zu 90 Prozent in ausländischer Hand befinden, hat Folgen: Die Polizei ermittelt gegen Strohmänner, die von Ausländern eingesetzt wurden.

Strohmänner, Scheinfirmen, Anwälte und Ehefrauen sind schuld!

Das Land befinde sich zwar auf dem Papier in Besitz von Thais - diese agieren jedoch nur "Strohmänner". Scheinfirmen oder auch Ehefrauen machen dies möglich. So gehören laut den neuesten Erkenntnissen der Fakultät für Wirtschaft der Sukhothai Thammathirat Open University 90% des Landes an der Küstenlinie Phukets eigentlich Ausländern - dies ist gegen das Gesetz!  

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam man auch in Chiang Mai und Rayong. In Zentralthailand kam man zu dem Resultat, daß viele Reisfarmen unter der Kontrolle von Geschäftsleuten aus dem Mittleren Osten stehen.  

Man gestand sich zwar ein, daß Investitionen aus dem Ausland wichtig sind - da Thais selbst nicht genug Kapital hätten um Investitionen selbst zu tätigen - aber diese Entwicklung geht jetzt zu weit.

In Chiang Mai sei den Ausländern sogar die Frechheit gelungen, durch Lücken im Gesetz das legale Limit für Eigentumswohnungen zu überschreiten. Es gibt eindeutige Beweise, daß Ausländer sogar Ländereien über ihre Ehefrauen halten, welche das Land in ihrem Namen registrieren. Auch in anderen Landesteilen wurde diese bedrohliche Entwicklung festgestellt.

In einigen dreisten Fällen trat zu Tage, daß manche Pachtverträge so lange laufen wie das Menschenleben des Pächters - ausgefuchste Thaianwälte, welche Schlupflöcher im Thai-Gesetz aufspürten ermöglichten es, Ausländern die Kontrolle über Thai Land zu erlangen!      

In einigen Stroh-Firmen werden sogar 51% der Aktienanteile von Thais gehalten, bei denen es sich in der Studie herausstellte, daß diese in Wirklichkeit die Anwälte des Unternehmens sind.

Derzeit soll eine Spezialkommission einberufen werden, um verdächtige Fälle näher zu durchleuchten, da Thais sich durch diese Konstellation zunehmend bedroht fühlen.

Der Gouverneur von Phuket, Wichai Phraisangob ordnete die Ermittlungen an. Ausländer würden nicht diskriminiert, aber man müsse feststellen, ob die Gesetze eingehalten werden.

Insbesondere soll herausgefunden werden, ob Thai-Firmen auch wirklich nach den Buchstaben des Gesetzes zu mindestens 51% in thailändischer Hand sind. Wenn Ausländer über Strohmänner Kontrollen über Firmen ausüben, so sei dies illegal.

Bei der Überprüfung handelt es sich um eine konzertierte Aktion: Die Finanzbehörde prüft zum einen die Steuerzahlungen von Ausländern und zum anderen die Besitzverhältnisse von Eigentumswohnungen in Apartmenthäusern, ferner soll die Einwanderungsbehörde den Visa- bzw. Residentenstatus von Ausländern überprüfen, die in Phuket geschäftlich involviert sind.

Die Ergebnisse sollen dann dem Innenministerium weitergeleitet werden.

02.09.2009 17:20 Alter: 2 Jahre